Newsletter 08/2021: EU aktuell – ein Update

Wir haben ein neues Layout für die Informationen unseres Kreisverbands geschaffen. Diese "Newsletter" sollen zukünftig regelmäßig per Email an alle Mitglieder und Interessierte verteilt werden. Wir hoffen, damit eine Form gefunden zu haben, die die meisten erreichen und ansprechen wird. Wir freuen uns über Rückmeldungen und Kommentare.

Viel Spaß beim Lesen!

 

Hildegard Klär beim Europäischen Wettbewerb.

Eröffnung der Zukunftskonferenz in Straßburg.

Wenn Sie in die Verteilerliste aufgenommen werden, wenden Sie sich an unsere Newsletter Anschrift Europa-Union-HTK(at)email.de.

Die Wassermassen, die Mitte Juli vom Himmel auf Gebiete im Westen und Südwesten Deutschland herabströmten, später - weniger gefährlich – auch auf Regionen in Oberbayern und Sachsen, jetzt auch in China, zeigen sehr deutlich, dass neben all anderen Erfordernissen auch großer Handlungsbedarf besteht, um den Klimawandel zu stoppen. Es werde – da sind sich die MeteorologInnen einig – häufiger starke und andauernde Regenfälle geben, die auf die Erderwärmung zurückgehen, weil sich im Polarbereich bekanntermaßen die Temperaturen in den letzten Jahren enorm aufgeheizt haben.

Die Europäische Kommission hat mit ihrem Green Deal wichtige Vorarbeit geleistet und den EU-Staaten auferlegt, dass sie die Mittel in Höhe von 572 Mrd. EUR, die aus dem Topf von NextGenerationEU kommen, mindestens zu 37 Prozent in den Klimaschutz investieren müssen, um „Fit for 55“ zu sein, denn das nächste Ziel ist, den CO2 Ausstoß um 55 % gegenüber 1990 bis 2030 zu senken Da sind sich EU KOM, das EU-Parlament und die EU-Staaten inzwischen einig. Wofür das Geld auszugeben ist, hat die Kommission kurz vor den Überschwemmungen in ein Paket mit 12 Vorschlägen gepackt, die rasante Veränderungen in vielen Bereichen bedeuten.  „Die Wirtschaft der fossilen Brennstoffe stößt an ihre Grenzen“ erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Vorstellung ihres Plans. „Denn,“ fuhr sie fort, „wir wollen der nächsten Generation sowohl einen gesunden Planeten hinterlassen als auch gute Arbeitsplätze und Wachstum, das unsere Natur nicht schädigt“. Der europäische Grüne Deal sei die Wachstumsstrategie in Richtung dekarbonisierter Wirtschaft, wobei Energie und Transport für alle erschwinglich bleiben müssen.  Die Kommissionspräsidentin schlägt dafür einen Sozialausgleich vor. Die deutsche Wirtschaft reagierte umgehend äußerst kritisch und östliche EU-Mitgliedsstaaten sehen die Vorschläge mit großer Skepsis.

Im Alltag trifft es jeden und jede von uns: Wer heute mit Öl oder Gas heizt, wird morgen mehr zahlen müssen. Wer in den nächsten Jahren noch Benzin oder Diesel benötigt, muss ebenfalls tiefer in die Tasche greifen und ab 2035 gibt es nur noch emissionsfreie Neuwagen.  Fluggesellschaften und Schiffsreedereien werden Privilegien verlieren, weil sie die bisher kostenlosen Verschmutzungsrechte von Flugbenzin bzw. Schweröl allmähliche verlieren sollen.  Wer weiß schon, dass ein Kreuzfahrtschiff so viel Schadstoffe ausstößt wie 80.000 PKW. Das war kürzlich online in der Süddeutschen Zeitung zu lesen. An dieser Stelle sind nicht alle Inhalte des Pakets genannt, daher zum Nachlesen: ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_21_3541


Nächster Schritt:  Ab jetzt müssen sich die 28 Mitgliedsstaaten und das EU-Parlament mit den Vorschlägen auseinandersetzen und sich einigen. Das wird ein mühseliger Weg und garantiert nicht ohne Kompromisse ablaufen. Vielleicht gibt es einen Push durch die Flutkatastrophen gar nicht so weit von uns entfernt.

Kreisvorstand neu gewählt

Am 17. April wurde der Kreisvorstand neu bzw. wiedergewählt. Weil Mitglieder ausgeschieden waren, gab es auch einige neue Gesichter. Unser langjähriger Schatzmeister Helmut Lind gab sein Amt als Schatzmeister nach fast 25 Jahren an einen Nachfolger ab. Der heißt Christof Fraund und kommt aus Kronberg. Herr Lind bleibt uns aber in seinem Amt als stellvertretender Vorsitzer erhalten.
Weitere Veränderungen gab es bei dem Beisitzer/innen. Nach vielen Jahren in diesem Amt schied Peter Peiker aus, dem an dieser Stelle sehr gedankt sei, weil wir viele Sitzungen in seinem Haus wahrnehmen durften. Durch den Tod unserer Beisitzerin Dr.  Gisela Peters aus Bad Homburg verloren wir ein sehr engagiertes Mitglied, die uns mit ihrem zuverlässigen Einsatz bei Veranstaltungen fehlen wird. Wir haben zwei neue Beisitzerinnen wählen können: Carla-Lotti Frisse (Oberursel) und Marianne Jäger (Bad Homburg). Aus Neu-Anspach ist Hartmut Klein neu dabei. Wiedergewählt wurde Hildegard Klär als Vorsitzende, Dr. Ilja-Kristin und Helmut Lind als stellvertretende Vorsitzende und Ulrich Bulle als Schriftführer. 

Die Veranstaltungsplanung 

Mittwoch 1. September, 19 Uhr 
„Europa Mitdenken“ mit Kandidatinnen und Kandidaten zur Bundestagswahl. Digital oder vor Ort/Kronberg.

Mittwoch 8. September, 19 Uhr
Die Konferenz zu Zukunft Europas – ein Nachbarschaftsgespräch
in Kooperation mit der VHS Hochtaunus und dem Verein für die  Oberurseler Städtepartnerschaften (VfOS).


Die Konferenz zur Zukunft Europas auf den Weg gebracht – wir machen mit

Am 8. September ab 19 Uhr wird die Europa-Union Hochtaunus gemeinsam mit der VHS Hochtaunus und dem Verein für Oberurseler Städtepartnerschaften (VfOS)eine Dialogveranstaltung im Foyer der Stadthalle Oberursel anbieten. Der Eintritt ist frei, wir bitten um Anmeldungen unter hochtaunus@eu-hessen.de um nötigenfalls Corona bedingte Vorkehrungen zu treffen.

Eine digitale Veranstaltung unseres hessischen Landesverbandes zur Zukunftskonferenz fand schon vor einiger Zeit statt, an der auch etliche Mitglieder unseres Kreisverbandes teilgenommen haben. Vier Europaabgeordnete erläuterten die Wichtigkeit dieses neuen digitalen Formats, das von der Europäischen Union im Juni gestartet wurde. 
Zum ersten Mal sind rd. 450 Mio. EU-Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, ihre Ideen und Vorschläge einzubringen, um die Effizienz und Stabilität der Europäischen Union zu steigern und sie demokratischer werden zu lassen.  Wie soll das gehen? Das digitale Zeitalter macht es möglich: Auf einer europaweiten digitalen Plattform könnnen in jeder der 24 EU- Amtssprachen die Verbesserungsvorschläge für eine effizientere und stabilere EU abgelegt und miteinander diskutiert werden.  Und wer wissen möchte, wo es Veranstaltungen gibt, der/die kann das auch auf der Plattform herausfinden. 
www.futureu.europa.eu

Schulwettbewerb trotzt Corona

Zum 68. Mal haben zahlreiche Schulen mit ihren Schülerinnen und Schüler am ältesten Europäischen Wettbewerb an Schulen in Deutschland teilgenommen. Das Schuljahr 2020/21 war geprägt durch den Corona-Ausnahmezustand. Schulschließungen und Distanzunterricht und erschwerten die Wettbewerbsteilnahme.  Trotzdem sind zwei engagierte Kunstlehrerinnen nicht davor zurückgeschreckt, auch online mit ihren Kunstschülerinnen und – schülern zusammen zu arbeiten. Es gab wie jedes Jahr   phantastische Ergebnisse.Zahlreiche Werke bekamen Landes – du Bundespreise, darunter auch Spitzenpreise, die von Frau Merkel und Herrn Steinbrück wie jedes Jahr vergeben werden. Das Thema lautete Digital EU – and YOU?! Wie hat sich die Lebenswelt dvon Kindern durch die Digitalisierung verändert und kann ein Roboter einen menschlichen Freund ersetzen? Welche kreativen Ausdrucksformen sind erst durchs Internet möglich geworden? Wie haben soziale Medien unsere Kommunikation verändert? Und welche Auswirkung hat die Digitalisierung auf unsere Umwelt? 
Ein Dank geht an die beiden Kunstlehrerinnen, die trotz großer Schwierigkeiten ihre Schülerinnen und Schüler an der St. Angelaschule in Königstein bzw. am Humboldtgymnasium Bad Homburg motivieren konnten, sich Gedanken zu machen, wie man der europäische Idee kreativ künstlerisch Gestalt geben kann.
Über 42.813 Schülerinnen und Schüler  reichten Bilder, Texte, Videos und Musik über Chancen und Risiken der Digitalisierung in Europa ein. Leider nur etwa ein bisschen mehr als die Hälfte der Teilnahme im Schuljahr davor.