Polen – unser schwieriger Nachbar im Osten

Deutsche und Polen wissen nicht viel voneinander – einerseits werden die Beziehungen zwischen den Ländern Polen und Deutschland von der Presse u.a. als eine politische Eiszeit bezeichnet, auf der anderen Seite wird von der polnischen Bevölkerung zu 69 Prozent und von der deutsche Bevölkerung zu 70 Prozent die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern positiv bewertet. Die Aussage zu den Zahlen machte Dr. Andrzej Kaluza bei einer Veranstaltung in Kronberg, zu der die Europa-Union Hochtaunus kürzlich eingeladen hatte.

Referent Dr. Kaluza (Foto: Wittkopf).

Referent Dr. Kaluza (Foto: Wittkopf).

Die Aussage zu den Zahlen machte Dr. Andrzej Kaluza bei einer Veranstaltung in Kronberg, zu die die Europa-Union Hochtaunus kürzlich eingeladen hatte. Dr. Kaluza ist aufgrund seiner Herkunft und seiner langjährigen Mitarbeit im Deutschen Polen-Institut in Darmstadt ein ausgewiesener Experte in Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur Polens, aber auch im Bereich der menschlichen Beziehungen auf beiden Seiten der Oder kennt er sich gut aus. Überraschend für die zahlreichen Besucher und Besucherinnen der Veranstaltung war eine Bemerkung zu diesen positiven Umfrageergebnissen. Die seien nicht selbstverständlich, denn die Polen und die Deutschen wüssten viel zu wenig voneinander. Darauf reagierten etliche Anwesende und ließen erkennen, dass sie schon mehrfach in Polen waren und einige in allernächster Zeit wieder dorthin reisen würden. Mit ein bisschen Stolz erwähnte Dr. Kaluza, dass Polen wirtschaftlich nach dem Beitritt zur Europäischen-Union sehr erfolgreich auf die Beine gekommen sei, nicht zuletzt, weil deutsche Firmen als Geschäftspartner sehr anerkannt würden. Angesprochen auf die Rolle der Katholischen Kirche in Polen, meinte er kurz, die sei „satt und von der komme nicht viel“. Im Hinblick auf die Präsidentschaftswahlen im Mai merkte er an, dass vielleicht eine Frau aus den Reihen der Opposition Präsident Duda, den derzeitigen Amtsinhaber, ablösen könnte. 

Zum Bericht im Kronberger Boten (Seite 8).

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