Streit um die Impfstoffstrategie

Seit einigen Tagen wird eine Debatte über den Mangel an Impfstoffen – zumindest in Deutschland – geführt. Dass der Stoff nur langsam hereintröpfelt, ist wohl Fakt. Das ist bedauerlich, denn die Impfungen hätten eigentlich je zügiger, desto besser ihre Wirkungen entfallen können. Es wird dabei auf unterschiedliche Akteure mit den Fingern gezeigt, vor allem aber – wie so häufig – auf Europa und die Europäische Kommission.

Sie sei es gewesen, die zu zögerlich und zu knauserig den Impfstoff bzw. die Impfstoffe bestellt habe. Auch der Gesundheitsminister steht im Kreuzfeuer. Er sei ja derjenige, der den Vorschlägen der EU-Kommission gefolgt sein müsse oder sie sogar beeinflusst habe, da ja alle 27 EU-Mitgliedstaaten den Einkauf der verschiedenen Impfstoffe abgesegnet hätten, einschließlich der zu verausgabenden Mittel. So weit so schlecht. Denn helfen wird auch eine Aufklärung über den eher wohl bürokratisch abgelaufenen Vorgang, der sich zwischen Brüssel und den europäischen Hauptstädten einschließlich der Verantwortlichen innerhalb der Bundesregierung abgespielt hat, nicht. Den schwarzen Peter am Ende hin- und herzuschieben sollte man in dieser ernsten Situation, in der wir uns jetzt befinden, lieber sein lassen. Denn wir wollen zwar aus Fehlern für die Zukunft lernen, aber diese laufende Pandemie möge sich bitte so schnell nicht wiederholen.

Die Stellungnahme der EU zu dieser Diskussion liegt bereits seit einigen Tagen vor.
Außerdem ein Kommentar von Generalsekretär Christian Moos.

 

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