Aufbruch mit jüngerem Vorsitzenden

Der Vorstand des Kreisverbandes Waldeck-Frankenberg der Europa-Union e. V. hat sich bei sei-nen letzten Wahlen deutlich verjüngt.

Alte und neue Vorstandsmitglieder des Kreis-verbandes der Europa-Union e. V. (v. l. n. r.): Helmut Schaumburg, Heinrich Heidel, Dr. Lasse Becker, Wilhelm Müller, Dr. Jürgen Römer

Der Vorsitzende der überparteilichen und politisch unabhängigen Vereinigung zur Förderung des europäischen Gedankens, Heinrich Heidel, und der Schatzmeister, Helmut Schaumburg, kandidierten bei der Wahl nicht mehr. Dr. Lasse Becker, Frankenberg, erklärte seine Bereitschaft, als Vorsitzender Verantwortung zu übernehmen. Dr. Jürgen Römer, der stellvertretende, geschäftsführende Vorsitzende, übernahm zusätzlich das Amt des Schatzmeisters, was für gewisse Vereinfachungen in den Abläufen sorgen dürfte. Heidel und Wilhelm Müller traten bei der Wahl als Beisitzer an. Die vier wurden in der Mitgliederversammlung einstimmig gewählt.

Becker, der viel Erfahrung aus der Jugendarbeit, auch bei den JEF (Junge Europäische Föderalisten, die Jugendorganisation der Europa-Union) mitbringt, will das Augenmerk auf die Gewinnung neuer Mitglieder legen. Die Ausrichtung sei klar: "Kernaufgabe ist es, mehr Menschen in Waldeck-Frankenberg für Europa zu begeistern und neue Mitglieder zu gewinnen. Das ist die zentrale Herausforderung für den neu gewählten Vorstand." Mitglied Reinhard Kahl merkte dazu an, es sei schwer zu verstehen, dass Politikerinnen und Politiker aus der Region, in welchen Parlamenten und Gremien auch immer sie aktiv sind, nicht Mitglieder bei der Europa-Union seien. Becker will die Präsenz des Kreisverbandes in den sozialen Netzen stärken. Auch sollen die Kommunen im Landkreis als Mitglieder geworben werden. Der neue Vorsitzende sag-te: "Wir müssen Europa weiterentwickeln, aber wir müssen auch offensiv für Europa eintreten. Wenn Kritik an Europa zu üben ist, müssen wir das tun, aber auch loben, wenn etwas Gutes aus Europa kommt: Es ist für die jüngere Generation vollkommen normal, keine Grenzübergänge mehr zu kennen. Es ist selbstverständlich, kein Geld wechseln zu müssen. Es ist einfach Frieden in Europa. Das sind alles Errungenschaften der Europäischen Einigung – und diesen Errungen-schaften wollen wir noch weitere hinzufügen." In Zeiten des Rückfalls in nationale Denkweisen sei die Stärkung der europäischen Einigung wichtiger denn je, waren sich alle Mitglieder einig. Neu ist die eigene Präsenz des Kreisverbands bei Facebook.

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