Europa-Union und Junge Europäische Föderalisten positionieren sich zum Brexit

Bei ihrem gemeinsamen Bundesauschuss am 24. September in Berlin forderten die beiden Verbände, in den bevorstehenden Verhandlungen mit Großbritannien keine Zugeständnisse bei der Arbeitnehmerfreizügigkeit zu machen. Parallel müsse die EU wichtige Projekte angehen, die nur europäisch bewältigt werden können. Dazu gehörten neben einer engeren Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden auch Strategien gegen Jugendarbeitslosigkeit, die Stärkung von Programmen zur Förderung des europäischen Bewusstseins, die Schaffung eines solidarischen EU-Asylsystems, die Bekämpfung von Fluchtursachen und eine verstärkte Entwicklungspolitik.

Plenum des Bundesausschusses. Foto: Lutz Gude / JEF

Der Beschluss wurde von den Delegierten der Bundesausschüsse von Europa-Union und JEF nach einer ausführlichen Debatte gemeinsam gefasst.

Der Bundesausschuss startete mit zwei interaktiven Workshops zu den Themen Verbandsentwicklung und Mitgliederarbeit sowie zur Vermittlung der Positionen von Europa-Union und JEF im Vorfeld der Bundestagswahl im kommenden Jahr. Die Berichte werden in Kürze auf der Seite der AG Verbandsentwicklung veröffentlicht.

Der Bundesausschuss der Europa-Union bestätigte seinen Vorsitzenden Franz J. Klein im Amt und wählte Kirsten Eink (NRW), Katharina Wolf (Sachsen) und Florian Ziegenbalg (Baden-Württemberg) zu dessen neuen Stellvertretern.

Rainer Wieland verleiht die Rainer B. Giesel die Europa-Union Medaille in Gold. Foto: Lutz Gude / JEF

Im Rahmen des Bundesausschusses wurde dessen langjähriger stellvertretende Vorsitzende Rainer B. Giesel mit der Europa-Union Medaille in Gold geehrt. Seit 1959 in der europäischen föderalistischen Bewegung aktiv, war er zunächst Vorsitzender des Europäisch-Föderalistischen Studentenverbandes Berlin, später Vorsitzender und schließlich Ehrenvorsitzender des Berliner Landesverbandes der Europa-Union. Auf europäischer Ebene ist er Sprecher der deutschen Delegierten in den Gremien der Union Europäischer Föderalisten. Auch in seiner politischen Arbeit spielte Europa eine besondere Rolle. So setzte er sich in seiner Zeit als Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses unter anderem dafür ein, dass die Kompetenzen des Ausschusses für Bundesangelegenheit um das Aufgabengebiet Europa erweitert wurden. Die Laudatio hielt EUD-Präsident Rainer Wieland.

 

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