Nahe am Krieg in der Ukraine - ZDF Reporterin Eigendorf berichtet

Von Anfang war sie dabei. Ihre ersten Besuche auf dem Maidan im Frühjahr 2014 und später dann u.a. auch in Mariupol, das jetzt so heiß umkämpft ist. Die zierliche Katrin Eigendorf sprach auf einer gut besuchten Veranstaltung des Kreisverbandes Hochtaunus Ende 2014 über ihre Arbeit für das ZDF. Sie berichtete sehr offen von ihren Eindrücken und Erkenntnissen, die sie dort gewonnen hatte.

Katrin Eigendorf (i.d. Mitte) vom ZDF berichtet

So erfuhr das Publikum unter anderem, dass ihr auf dem Maidan keine Faschisten begegnet seien, wie das immer wieder von Russland behauptet werde. Es wären viele beunruhigte und aufgeregte Menschen gewesen, die ihrem Unmut - teilweise auch mit Waffen in der Hand - über die schlechte Versorgungslage in der Ukraine ihren Lauf gelassen hätten. Auch über den Abschuss der malaysischen Maschine über der Ost-Ukraine sprach sie sehr offen. Ihre Antwort auf die entsprechende Frage spricht Klartext. Aufgrund ihrer Recherchen und Gespräche mit Experten sei der Airbus von den Separisten getroffen worden.

Zu der Lage im Dezember vergangenen Jahres meinte sie, dass das die Menschen in der Region um Luhans und Donezk nicht unbedingt prorussisch zu nennen seien. Viele hätten eher eine nostalgische Sehnsucht nach den alten Zeiten der Sowjetunion, als es den menschen besser ging.

Insgesamt war die Reporterin in Hinsicht auf den Zustand der Ukraine und die Chance, dass das Land als Ganzes bestehen bleiben kann, nicht sehr zuversichtlich. Historisch und kulturell sei das Land zerrissen und es gäbe keine ukrainische Identität oder ein nationales Bewusstsein.

TwitterFacebookLinkedInEmail