Rundbrief zum Europatag 2018

Wer in diesen Tagen interessiert die Politik verfolgt, dem kann schon manchmal angst und bange werden. Bei uns köcheln die gewohnten Aufregungssüppchen vor sich hin ( Überfälle : extremistischer, migrantischer Hintergrund oder einfach irre ?), Regierungswechsel und Wahlvorbereitungen, Sexskandale, Bestechung, Betrug und Datenklau bei Großunternehmen.

Go Europe, go!  En marche! Pack’ mer’s!

 

Liebe Europäerinnen und Europäer,

 

wer in diesen Tagen interessiert die Politik verfolgt, dem kann schon manchmal angst und bange werden. Bei uns köcheln die gewohnten Aufregungssüppchen vor sich hin ( Überfälle : extremistischer, migrantischer Hintergrund  oder einfach irre ?), Regierungswechsel und Wahlvorbereitungen, Sexskandale, Bestechung, Betrug und Datenklau bei Großunternehmen.

 

Eines der wirklich großen Bewegungen unserer Zeit, unser europäisches Einigungsprojekt,  schien bis vor einem Jahr  umstellt von alten und neuen Nein-Sagern, von gefährlichen Gegenentwicklungen – sogar die Stimmung der Bürger verdüsterte sich zusehends.

 

Und dann kam Emmanuel Macron, der als einziger zu Europa nicht „wackelte“, der vielmehr seinen ganzen Wahlkampf mit und für Europa führte - und haushoch gewann.  Und er machte den europäischen Nationen und besonders uns Deutschen ein sensationelles Angebot:

nicht stehenbleiben – schon gar  nicht zurück (Europa der Vaterländer), sondern ein qualitativ stärker vereintes Europa, das dann auch erst imstande wäre, Lösungen zu bringen, Sicherheit, Wohlstand und Demokratie für alle zu garantieren.

 

Und – bes. für die Deutschen: Ich will nicht euer Geld! Es geht um qualitative Weiterentwicklung des Ganzen, um neue gemeinsame Aufgaben , zu denen man sich gemeinsam entschließen soll; die Baustellen Europas sind bekannt:

Zu wenig Außen-; Asyl und Verteidigungspolitik; kein vollendeter Finanz- und Binnenmarkt; zu wenig sozialer Ausgleich und zu wenig Transparenz und Bürgernähe; Integration, nicht Finanztransfer, nur dazu  sollten die Deutschen dann auch ihren fairen Beitrag leisten.

 

Mir scheint, unsere Bundesparlamentarier von CDU/CSU und SPD haben begriffen, dass Europa jetzt noch einmal eine Chance haben muss. Nicht umsonst steht das Europakapitel an der Spitze des Koalitionsvertrags. Aber man muss Angst haben, dass daraus nicht die großen Konsequenzen gezogen werden, die die Bürger Europas jetzt brauchen.„Regiert jetzt endlich, setzt um !“ So tönt es in den letzten Wochen vernehmlich aus allen Kanälen der europäischen Bewegung, auch in der Europawoche in Hessen und im Kreis Groß-Gerau.

 

Man glaubt es kaum, aber es gibt immer noch realpolitische Wendungen zum Guten, die beiden Koreas lassen staunen. Vielleicht  taucht ja aus dem Dickicht der „Aufregungssüppchen“ bald etwas Großartiges auf, etwas, wofür wir schon so lange eingetreten sind; die Verwirklichung der Kehrtwende aus zwei verheerenden Weltkriegen und der  rassistischen Massenvernichtung: „Andiamo insieme, lasst uns zusammen gehen !“ Oder – wie es der Katholikentag in Münster formuliert:

 

           „Suche Frieden …finde Europa!“   

 

Auf Wiedersehen am 5.Mai 10 h zum Infostand unseres OV Rüsselsheim,

Marktstr. (vor Ev. Dekanat)

und/oder

am 9. Mai , 18 h zum Fahnenstand des KV in Groß-Gerau im Landratsamt – und/oder

am 12. Mai, ab 9 30 h  beim Europatag auf dem Katholikentag in Münster Westf.

 

Euer

 

Siegfried Münzer

Kreisvorsitzender

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