Europa-Union Lahn-Dill investiert in Zukunft / Verjüngung der Städtepartnerschaft vorantreiben

Wetzlar / Schladming. Sind Städtepartnerschaften für junge Menschen noch attraktiv? Was muss getan werden, um junge Gesichter für Austausch und Völkerverständigung zu begeistern? Fragen, die Anlass für die politische Bildungsfahrt der Europa-Union Lahn-Dill im steirischen Schladming waren. Mehr als 30 Personen, Akteure und Teilnehmer aus Deutschland und Österreich gestalteten vom 04. bis 06. Dezember 2015 ein intensives Programm parallel zu dem vor Ort gleichzeitig ausgetragenen Festival SNOW BREAK EUROPA und dem örtlichen Ski-Opening.

Anlässlich des Jubiläumsjahres 2015, in dem die Städte Wetzlar und Schladming bereits im 41. Jahr städtepartnerschaftlichen verbunden sei, Deutschland das 25-jährige Jubiläum der Wiedervereinigung feiert und Österreich seit genau 20 Jahren Mitglied der Europäischen Union ist, sei es höchste Zeit, sich über die zukünftige Ausrichtung der Partnerschaftsarbeit Gedanken zu machen, so der Kreisvorsitzende der überparteilichen Europa-Union Lahn-Dill, Sven Ringsdorf (Solms).

„In der Partnerschaftsarbeit fehlen junge Leute!“, so die ernüchternde Feststellung des Chefs der 1953 gegründeten Nichtregierungsorganisation.

Auf dem Programm stand zunächst ein Empfang im Stadtmuseum, in dem die jungen Teilnehmer von der 1.Vizebürgermeisterin Elisabeth Krammel (ÖVP), Alt-Bürgermeister Hermann Kröll (ÖVP), Partnerschaftsausschussvorsitzendem Lukas Seyfried (ÖVP) sowie Mitgliedern des Stadt- und Gemeinderates empfangen wurden. Inhaltlich diskutierten die Anwesenden die Anfang des Jahres durchgeführte  Gemeindestukturreform des Landes Steiermark, die dazu geführt hat, dass Schladmings Nachbargemeinden Rohrmoos-Unterthal und Pichl-Preunegg als Stadtteile in die Stadtgemeinde Schladming eingegliedert wurden.

Dass Schladming damit auch die Städtepartnerschaft von Rohrmoss-Unterthal zu Braunfels „geerbt“ hat, führte dazu, dass die steirische Stadtgemeinde seit Anfang 2015 sowohl mit Wetzlar als auch mit Braunfels verschwistert ist.

Die dreitätige Bildungsreise wurde mit 1000 Euro durch die Europa-Union Lahn-Dill bezuschusst, um die Fahrt attraktiv für junge Menschen aus dem Lahn-Dill-Kreis zu machen. Die Teilnehmer im Alter zwischen 19 und 30 Jahren sollen die Partnerschaft zukunftsfähig mitgestalten.

Gleichzeitig war die Städtereise auch Gegenbesuch zum von der Europa-Union im Mai 2015 veranstalteten Jugendworkshop in Wetzlar. In einer Woche hatten sich Schüler aus vier Wetzlarer Partnerstädten mit einheimischen Jugendlichen Gedanken zur Europas Zukunft gemacht.

Erfreut zeigte sich v.a. Alt-Bürgermeister Hermann Kröll über die positiven Entwicklung. Als ehemaliger Bürgermeister, Landtags- und Nationalratsabgeordneter fördere er seit vielen Jahrzehnten die Partnerschaft zum mittelhessischen Wetzlar.

In ihrem gemeinsamen Resümee sind sich Sven Ringsdorf und die stellvertretende Kreisvorsitzende der Europa-Union Lahn-Dill, Kim Pentarakis (Hüttenberg), einig:


„Unsere Partnerschaft lebt. Für die nächsten Jahre braucht sie aber noch mehr junge Mitstreiter, die über Freundschaften und Kontakte den europäischen Gedanken gerade 70 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs vorantreiben!“.

Weitere Informationen zur Europa-Union Lahn-Dill unter www.eu-lahn-dill.de