Namibia-Botschafter zu Gast

Gute Zusammenarbeit trotz schwierigem Erbe

Gestern Abend war S.E. Andreas B. Guibeb, der Botschafter der Republik Namibia zu Gast in der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Peter H. Niederelz, der Vorsitzende der Europa-Union in Wiesbaden und der Region, hatte ihn eingeladen.

"Wir sprechen uns für eine intensivere Zusammenarbeit der EU mit den Staaten Afrikas aus. Namibia ist ein Beispiel dafür, dass

diese, trotz gerade für Deutschland belastenden Erbes, gelingen kann," sagte er zur Eröffnung im dicht gefüllten Vortragssaal der Hessischen Hochschul- und Landesbibliothek in Wiesbaden.

Botschafter Guibeb , der sein Land von Berlin aus nicht nur gegenüber Deutschland, sondern auch gegenüber Polen, der Türkei, der Tschechischen Republik und dem Vatikan vertritt, lobte das Engagement der EU einerseits, hielt aber auch weitere Verbesserungen für sinnvoll. Im 30. Jahr der Unabhängigkeit Namibias wäre ein Besuch der EU-Kommissionspräsidentin in seinem Land ein gutes und wirksames Zeichen.

Auch Deutschland könne das  Jubiläum gut nutzen. Als letzter Bundeskanzler sei Helmut Kohl in Namibia gewesen. Wie wäre es, wenn der deutsche Bundespräsident unser Land in diesem Jahr besuchen würde.

Mit beiden Vorschlägen stieß er  bei der interessierten Zuhörerschaft, darunter die frühere Bundesentwicklungshilfeministerin, Heidemarie Wieczorek-Zeul, auf breite Zustimmung.

Botschafter Guibeb schlug auch vermehrte Partnerschaften zwischen Namibia und Deutschland vor.

Peter Niederelz versprach, dass die Europa-Union der Landeshauptstadt Wiesbaden eine Städtepartnerschaft vorschlagen werde.

Auch bereite die Europa-Union eine Informationsfahrt nach Namibia vor. Botschafter Guibeb sagte seine Unterstützung zu.

Er hinterließ mit seinen einfühlsamen Worten, bei denen er auch Martin Luther King erwähnte , bei allen einen äußerst positiven Eindruck und wurde mit stehendem Beifall verabschiedet.

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