Rundbrief Jahresendwechsel 2014/2015

Liebe Mitglieder und Freunde der Europa-Union Kreis Groß–Gerau,

2014 war ein Jahr der noch nicht ausgestanden Krisen : Die Finanzkrise seit 2008 ist nur vorläufig beruhigt; nach wie vor geistern riesige Mengen von Spekulationsgeld um die Welt, ächzen die Staatshaushalte unter den Bankenrettungen, schwächeln die Konjunkturen, haben viele Bürger Sorgen um Jobs und Renten. Undefiniert ist unser Verhältnis zum Großen Bruder USA; er bespitzelt uns, er zerrt uns in Kriege mit skandalösen Praktiken, er bietet uns ein fragliches Wirtschaftsabkommen (TTIP) an.

Aber er ist an unserer Seite in der Auseinandersetzung um die sich langsam demokratisierende Ukraine, sein Fracking senkt den Ölpreis und rettet wahrscheinlich unser Wirtschaftswachstum.

2014 war das Jahr der 8ten Europawahl
Die Abwärtsspirale bei der Wahlbeteiligung ist gebändigt, auch in Deutschland , wo sich die Europa-Union mit über 350 Veranstaltungen tapfer und nachhaltig dem zunehmenden Bürgerunmut entgegenwarf, Ihr Kreisverband Groß-Gerau mit 24 öffentlich wirksamen (vgl. Jahreskalender 2014 im Anhang). Erstmalig stellten die Parteien europaweite Spitzenkandidaten auf, erstmalig wurde mit Jean-Claude Juncker der Wahlsieger auch Kommissionspräsident, ein historischer Sieg (Altmeier: „history is making“) der europäischen Demokratie!

2014 war das große Erinnerungsjahr:
100 Jahre nach Ausbruch des 1. Weltkrieges besannen sich die Europäer: Unsere Politiker waren damals alle überfordert; wir müssen sie kontrollieren und uns friedlich einigen.
75 Jahre Ausbruch des 2 Weltkrieges: Nie wieder Rassenhass, nie wieder totalitäre Regime !
25 Jahre Mauerfall: Friedlicher Widerstand und das Glück einer einzigartigen politischen Konstellation haben den Deutschen und den Europäern die Wiedervereinigung gebracht.

Daraus erwächst für 2015 eine stärkere Verantwortung Deutschlands für Europa:
Sie wurde von unseren europäischen Partnern und von den USA lange angemahnt, jetzt haben einige unserer Politiker positiv darauf reagiert. Ja, Deutschland muss führen und darf sich nicht länger hinter den dunklen Seiten seiner Geschichte verstecken. Das gilt auch für die Europa-Union im Kreise unserer Partnerorganisationen. Wir brauchen vorrangig:

1.)eine gemeinsame  Einwanderungspolitik,
hierzu bieten wir Ihnen auf Anfrage das großartige Buch unseres langjährigen Kreisvorsitzenden Delio Miorand: „Antonio – vom Eselspfad ins Wirtschaftswunder “, Rüsselsheim 2013, (Preis 17,95  €)
2.)eine gemeinsame Finanz-und Wirtschaftspolitk,
3.)eine gemeinsame Außen und Sicherheitspolitik
Vergleichen sie hierzu im Internet unter EUD-konkret: Rainer Wieland / Christian  Moos :  „Für eine wertegeleitete, realistische gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (auch gedruckt bei uns)


Mit herzlichem Gruß
Ihre
Siegfried Münzer                                           Renate Meixner-Römer
Geschäftsführender Vorsitzender                 1. Vorsitzende